Innenstadt

Ein neuer Anfang

Stunde Null in Magdeburg. Im Jahr 1945 war die Innenstadt Magdeburgs eine große Trümmerwüste. Nur einige wenige Gebäude haben den 16. Januar überlebt. Die Ulrichskirche, die im Hintergrund zu sehen ist, hat diese Nacht nicht unbeschadet, aber doch nicht vollkommen zerstört, überlebt. Im Jahr 1956 wurde sie dennoch trotz großen Protesten aus der Bevölkerung aus städtebaulichen Gründen gesprengt.

Fotos: 1940er: Privatsammlung Thomas Sutol / 1950er: Privatsammlung Christian Pannier

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Das Foto wurde von der Johanniskirche in Richtung Ulrichskirche und Hauptbahnhof gemacht.

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Was bisher geschah

Im Jahr 1022 wurde die Ulrichskirche durch Ackerbürger gegründet und zunächst aus Holz errichtet. Mit dem Stadtbrand von 1188 wurde die Ulrichskirche fast vollständig zerstört. Anschließend wurde sie wiederaufgebaut. Sie wurde jetzt zusätzlich dem Heiligen Levin geweiht und erhielt den Namen „Sankt-Ulrich-und-Levin-Kirche“.

Aufgrund einer Anhebung von Getreidepreisen wurde 1425 ein Kornmagazin an einem hinteren Gebäude der Ulrichskirche errichtet. Nikolaus von Amsdorf, ein enger Freund Martin Luthers, wurde 1524 Prediger und das Gotteshaus dadurch zur ersten protestantischen Großstadtkirche.

Kurz nach der Geburt von Otto von Guericke 1602 wurde dieser in der Ulrichskirche getauft und gehörte dem protestantischen Glauben an.

Die erste Zerstörung der Kirche wurde während des Dreißigjährigen Krieges verursacht. Zwischen 1648 und 1656 erfolgte der Wiederaufbau. Im Zuge dessen erhielt der Innenraum der Kirche mit seiner Sanierung 1656 einen barocken Charakter. 1678 wurde an der Südseite der Kirche die Wredekapelle erbaut. Die erste Orgel erhielt die Kirche 1699 – erbaut durch Orgelbaumeister Arp Schnitger.

Am 9. Juni 1861 erlitten das Dach und die beiden Türme erhebliche Schäden aufgrund eines Feuers, das durch einen Blitzeinschlag verursacht wurde. Der Wiederaufbau zog sich bis zum Jahre 1866 hin.

Durch die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 wurden das Dach und der Innenraum der Kirche in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Türme und die Fassade blieben erhalten. Erste Initiativen für eine Restaurierung folgten im Jahr 1951. Im Zuge des städtischen Wiederaufbaus in der DDR wurde durch Oberbürgermeister Philipp Daub beschlossen, die als störend empfundene Ulrichskirche abzureißen. Am 5. April 1956 erfolgte daraufhin gegen nationale und internationale Proteste die Sprengung.

Am 31. Oktober 2007 wurde ein Kuratorium gegründet, welches sich für den Wiederaufbau der Ulrichskirche einsetzte. Mittels Bürgerentscheid am 20. März 2011 wurde ein Wiederaufbau abgelehnt und das Kapitel Ulrichskirche endgültig geschlossen.

Noch mehr Informationen über die Geschichte dieses Ortes und weitere Ereignisse in und um Magdeburg finden Sie in unserer Chronik. Wissen Sie noch mehr? Lassen Sie es uns wissen! Wir freuen uns über jeden Beitrag, um diese Seite zu repräsentativen Aushängeschild für Magdeburg zu machen.

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